Scheitern der Betreuung an der „Kinderbrücke“ muss verhindert werden

15. Juni 2020

 

Zum wiederholten Mal stattete eine Abordnung der Sozialdemokraten in der Wächtersbacher Stadtverordnetenversammlung der Schulleitung der Grundschule „Kinderbrücke“ einen Besuch ab, um sich nach dem Stand in Sachen „Pakt für den Ganztag“ zu erkundigen. Schulleiterin Silke Siekemeyer und ihre Stellvertreterin Marion Fix freuten sich über das Interesse der Mandatsträger/innen und beantworteten gerne die Fragen von Elisabeth Rossi, Margit Bleek, Ursula Werner, Oli Peetz, Jan Frederik Beyer und Harald Krügel.

Nachdem die Schule sich erfolgreich an diesem vom Land Hessen geschaffenen Programm beworben hatte, wurde der Schule vor geraumer Zeit seitens der Verantwortlichen aus Wiesbaden und des betroffenen Schulträgers vermittelt, dass nunmehr ausreichend Finanzmittel und mit dem ZKJF auch ausreichend Personal vorhanden sei, um das Programm an der „Kinderbrücke“ umzusetzen.

Davon ist derzeit jedoch keine Rede mehr – im Gegenteil – es fehlt zurzeit ein Betrag von 20-30 Tausend Euro und der Schule wurde mitgeteilt, dass das ZKJF personell nicht in der Lage ist, die anfallenden Projekte zu bewältigen. Ärgerlich ist an der Situation, dass der Schulträger die Umsetzung des „Paktes für den Ganztag“ nur zulässt, wenn die Schule ein schlüssiges Konzept und eine gesicherte Finanzierung nachweisen kann. Das Personalproblem hat die gut vernetzte Schulleiterin Silke Siekemeyer über einen Kontakt zum Arbeitersamariterbund (ASB) gelöst, der auch alle bisherigen Mitarbeiter der Betreuung, die sich bewerben, übernehmen will. Der fehlende Betrag ist da ein größeres Problem.

Die Mandatsträger/innen sind sich einig: „Mit dieser Situation werden die Schule und die Stadt Wächtersbach erheblich unter Druck gesetzt. Die Schulleitung, weil bereits 150 Anmeldungen vorliegen und die Stadt mit dem subtilen Hinweis, wenn es eine solche Betreuung in Wächtersbach geben soll, dann soll die Stadt sich auch finanziell beteiligen.“ „Für eine längere Auseinandersetzung bleibt allerdings keine Zeit.“ stellt Jan Frederik Beyer fest „und auf dem Rücken der Kinder oder der Eltern darf das nicht ausgetragen werden.“ Erschwerend kommt hinzu, dass sich der Förderverein „Kinderbrücke“ (Betreuungsverein) in seiner nächsten Versammlung auflösen will, da mit der Umsetzung des Betreuungsangebotes an der Schule fest gerechnet wurde. „Die Ehrenamtler kommen an die Grenze des Machbaren“ stellt SPD-Fraktionsvorsitzender Harald Krügel fest, der selbst Mitglied und Mitbegründer des noch bestehenden Betreuungsvereins ist.

Deshalb haben die Sozialdemokraten für die kommende Stadtverordnetensitzung einen Antrag vorbereitet, der eine Zahlungsgarantie für die noch vorhandene Finanzierungslücke gegenüber der Grundschule „Kinderbrücke“ enthält, um die Umsetzung des „Paktes für den Ganztag“ nicht zu gefährden. Danach würde die Stadt Wächtersbach – obwohl sie eigentlich nicht für die Finanzierung des Programms zuständig ist – den noch nicht genau feststehenden Fehlbetrag übernehmen. Der Antrag enthält aber einen weiteren Aspekt, der den Magistrat damit beauftragt, zunächst auf den Schulträger einzuwirken, dass sämtliche vormals getätigten Zusagen auch eingehalten werden.

Hier lange zu diskutieren halten die SPD-MandatsträgerInnen der Situation nicht angemessen – hier gilt es konkret zu handeln, damit sowohl die Schule als auch die Eltern Planungssicherheit bekommen. „Wir wären froh und dankbar, wenn uns die Stadt Wächtersbach hier unterstützen könnte.“ stellen Schulleiterin Silke Siekemeyer und ihre Stellvertreterin Marion Fix abschließend fest.

 

MandatsträgerInnen der SPD zu Besuch bei der Schulleitung der Grundschule „Kinderbrücke“