Nach der Entscheidung für die Bahntrasse Variante IV – Solidarität mit Aufenau

23. Juni 2018

Keine Euphorie in Wächtersbach

Mit gemischten Gefühlen blickt die Wächtersbacher SPD auf die Variantenentscheidung der Deutschen Bahn zugunsten der Trassenvariante IV. Zwar zeigte sich nicht nur Bürgermeister Weiher bei seinem Grußwort erleichtert, dass es nun endlich mit einer Vorzugsvariante in Richtung Raumordnungsverfahren gehe, von Freude konnte jedoch keine Rede sein. „Wir haben bereits vor der Festlegung gesagt, dass wir beide Varianten in der vorliegenden Form ablehnen, da sie beide zu erheblichen Belastungen für die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt führen. Nun ist es Gewissheit, dass vor allem die Bürgerinnen und Bürger von Aufenau betroffen sein werden“, so der Bau- und Planungsausschussvorsitzende Harald Krügel. „Wir teilen die Euphorie einiger Bürgerinitiativen nicht, denn der schwierigere Teil der Arbeit beginnt jetzt.“ In den nächsten zwei Jahren bis zum Beginn des Planfeststellungsverfahrens gelte es nun, die gegebenen Möglichkeiten im Planungsverfahren zu nutzen um die Belastungen für die Aufenauerinnen und Aufenauer möglichst gering zu halten. Zu den künftigen Schwerpunkten des Dialogforums gehören unter anderem Fragen des Lärmschutzes, der Baulogistik und der Ausgleichsmaßnahmen. „Außerdem werden in naher Zukunft die Optimierungsmöglichkeiten der Trasse IV geprüft, wobei das Brückenbauwerk über das Kinzigtal vor Wächtersbach durch die Bündelung mit der A66 entfallen könnte. Die Chancen, viele unserer Forderungen umzusetzen sind vorhanden – und die werden wir nutzen“, so der SPD-Vorsitzende und erste Stadtrat Oliver Peetz. Die von Bürgermeister Andreas Weiher initiierte Zielvereinbarung, die auch von den anderen im Stadtparlament vertretenen Parteien, den beiden Bürgerinitiativen und den Ortsvorstehern der Talgemeinden unterschrieben wurde und viele der genannten Forderungen beinhaltet, sollte weiterhin für alle Akteure die Richtlinie mit Blick auf den Bahnausbau sein. Es bleibt zu hoffen, dass dies auch für die weitere Planungsstufe gilt, nachdem Pressemitteilungen der letzten Wochen zumindest Irritationen ausgelöst hatten. „Ganz Wächtersbach muss sich jetzt mit den Bürgerinnen und Bürgern des Stadtteils Aufenau solidarisieren und mit dazu beitragen, dass durch die Planung im Bereich der Baulogistik die Belastungen für die Aufenauer/innen während der Bauzeit so gering wie möglich gehalten werden. Es gilt jetzt, weiter die Interessen der betroffenen Bürgerinnen und Bürger aus Wächtersbach und Aufenau im Dialogforum zu vertreten.“ so der Bau- u. Planungsausschussvorsitzende Krügel und der Parteivorsitzende Peetz abschließend.