Mitglieder der SPD – Fraktion besichtigen den Kindergarten Wittgenborn

27. Januar 2018

Am 26.01.2018 haben sich Bürgermeister Andreas Weiher, die Stadräte Werner Jung und Harald Beyer sowie die Stadtverordneten Harald Krügel, Gerhard Werthmann und Jan Frederik Beyer vor Ort über den Zustand des Kindergartens in Wittgenborn informiert.

Vielen Dank an die Leiterin Manuela Thorenz und den Förderverein für die Führung! Wir sehen in jedem Fall Handlungsbedarf, die Räumlichkeiten sind nicht mehr für den heutigen Bedarf geeignet. Wir kümmern uns darum!


Glypostat: Die Landwirtschaft ist besser als ihr Ruf

27. Januar 2018

 

SPD -Fraktion informiert sich vor Ort bei Lindt Agroservice in Leisenwald

Am Samstag den 20. Januar besuchte die SPD-Fraktion Wächtersbach gemeinsam mit Bürgermeister Andreas Weiher das Unternehmen Lindt-Agroservice in Leisenwald. Thomas Lindt hatte Ende 2017 Bürgermeister Weiher und die SPD aufgrund einer Pressemitteilung zum Thema Glyphosat zu einem informellen Gespräch über den Einsatz des Pflanzenschutzmittels eingeladen. In dem Artikel stellt die SPD fest, dass die Stadt Wächtersbach schon seit mehr als zwei Jahren Glyphosat nicht mehr im öffentlichen Verkehrsraum verwendet. Die SPD-Fraktion befasst sich schon seit geraumer Zeit mit diesem Thema. Die kritische Haltung der SPD Wächtersbach gegenüber dem Einsatz des unter Krebsverdacht stehenden Mittels veranlasste Thomas Lindt schließlich zu der Einladung zu einer sachlichen Diskussion über dieses Thema.

Zu Beginn des Treffens beeindruckte Thomas Lindt, Ortsvorsteher und Landwirt in Leisenwald durch die Vorstellung seines Betriebes. Thomas Lindt bietet umweltfreundliche Dienstleistungen für Landwirte von der Aussaat bis zur Ernte an, hat einen entsprechenden Fuhrpark und mittlerweile fünf Vollzeit-Angestellte und zwei Auszubildende. Außerdem übernimmt Lindt Agroservice den Winterdienst für die Stadt Wächtersbach auf der Wittgenborner Hochebene. Der Aktionsradius des Unternehmens erstreckt sich von Mainz über die Wetterau bis hin zu Kunden im Bereich der Bergstraße.

Nach der Unternehmensvorstellung folgten Informationen zum Thema Pflanzenschutz. Welche Folgen ein Glyphosat-Verbot für die Landwirtschaft und unser Öko-System hätte, wurde von Thomas Lindt detailliert anhand einer Powerpoint-Präsentation erläutert. Die Böden müssten zur Unkrautbekämpfung mehrfach mit von Traktoren gezogenen Geräten bearbeitet werden. Dies hätte neben erhöhtem Arbeitsaufwand, einem deutlich erhöhten Dieselaufwand, größerer Nitrataus-waschung ins Grundwasser und einen wesentlich größeren CO2-Ausstoß der Landbewirtschaftung zur Folge.

Thomas Lindt hält einen schrittweisen Ausstieg aus dem Einsatz von Glyphosat für den richtigen Weg. In Deutschland werde es auch nur in geringen Dosen verwendet. Die Anwendung erfolgt in Deutschland auch nicht auf die zu beerntende Frucht, wie in Nord- und Südamerika . Hier wird gentechnisch veränderter Mais, Soja und Baumwolle angebaut, die gegen das Herbizid Round up von Monsanto resistent sind.

Glyphosat mit dem Zusatzstoff Tallowamin wurde zu Recht verdächtigt krebserregend zu sein, da der Krebsverdacht von dem Zusatzstoff Tallowamin herrührt. Diese in China hergestellte Glyphasatvariante ist aber in Deutschland nicht mehr im Handel.

Wie bei allem „mache die Dosis das Gift“. Bei sachgerechter Anwendung durch die heimische Landwirtschaft bei der Bekämpfung von Unkräutern, gelange der Wirkstoff Glyphosat weder ins Grundwasser, noch habe er Einfluß auf die Insektenwelt. Fehlende Dunkelheit durch Kunstlicht trage ebenso zum Insektensterben bei wie der Klimawandel und überzüchtete Grünanlagen, die zu keiner Jahreszeit mehr Blühpflanzen beinhalten. Für Niederwild und Vögel sei die Bodenschonung durch Mulchsaatsysteme unter Verwendung vont Glyphosat auch von Vorteil. „Roundup“ ohne Glyphosat – Verkaufsschlager in Baumärkten – sei nichts Anderes als teuer verkaufter Essig. Dies sei auch ein probates Mittel für die öffentlichen Flächen der Stadt Wächtersbach. Alternativ prüft die Stadt auch mechanische Bekämpfungsmöglichkeiten gegen Unkraut auf städtischen Wegen und Plätzen.

Fraktionsvorsitzender Harald Krügel bedankte sich sehr bei Thomas Lindt für die ausführlichen Informationen und die Beantwortung aller Fragen der Fraktionsmitglieder. Auch bei Iris Lindt bedankte sich der Fraktionsvorsitzende für den guten Kaffee und den leckeren Kuchen. Thomas Lindt bedankte sich ebenfalls bei den Anwesenden, die die Einladung der Familie Lindt angenommen hatten und für den sehr offenen und fairen Dialog. Mit einem objektiven Bild auch von Seiten der Landwirtschaft wird man die richtigen Entscheidungen für Wächtersbach zum Thema Glyphosat treffen, ist sich SPD-Fraktionschef Harald Krügel sicher.