Wächtersbachs „Linke“Silberling-Antoni will Schlossbesitzer enteignen lassen.

17. Januar 2009

Linke Silberling- Antoni will durch Stadt den Schlossbesitzer enteignen lassen:
Leider kein Faschingsscherz der Linken, sondern bitterer Ernst

In einer Pressemitteilung fordert die der Partei „Die Linke.“ zugehörige Frau Silberling-Antoni aus Wittgenborn die in der Wächtersbacher Stadtverordnetenversammlung vertretenen Parteien SPD und CDU auf, in der nächsten Stadtverordnetenversammlung einen gemeinsamen Antrag auf Enteignung des Schlosses vom derzeitigen Besitzer einzubringen.
Gibt es einen Unterschied zwischen den Kommunisten in der ehemaligen DDR und der Partei „Die Linken“? Nein: Kürzlich erklärte der Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag, Gregor Gysi, im Fernsehen, dass er immer Kommunist war und es auch bleiben werde. Und in der Kommunalpolitik in Wächtersbach wollen die Linken mit kommunistischen Methoden das Wächtersbacher Schloss retten. Die Erleuchtung hat eine ihrer „Führungskräfte“, Frau Silberling-Antoni. Den jetzigen Eigentümer enteignen, einen Investor suchen und schon ist das Problem Schloss vom Tisch. Wozu Enteignungen und sozialistische Zwangswirtschaft in den Bruderstaaten geführt haben, hat Frau Silberling-Antoni entweder bewusst vergessen oder es passt nicht in ihre linke Ideologie. Vom ehemaligen „innerdeutschen Schutzwall“ über ganz Osteuropa bis Wladiwostok haben die Kommunisten abgewirtschaftet und mit ihrer Zwangswirtschaft der Enteignungen ein wirtschaftliches Chaos hinterlassen, das schließlich zu ihrem Zusammenbruch führte. Allein eine elitäre Bonzentruppe im sozialistischen System, in deren Fußstapfen Gysi und Lafontaine getreten sind, konnte die „Errungenschaften des Kommunismus“ genießen. Um die Schäden zu reparieren, haben die so verhassten westdeutschen Kapitalisten allein in die ehemalige DDR über eine Billion € investiert.
Nein, keine Zwangsenteignung, sondern eine besonnene und energische Zielverfolgung bei der Lösung des Problems Schloss unter Einhaltung der Regeln unseres demokratischen Rechtsstaates ist der richtige Weg. Und genau diesen Weg beschreitet der Wächtersbacher Bürgermeister Rainer Krätschmer.
Nachdem in der Vergangenheit einige potentielle Interessenten bzw. Investoren wieder ihren Rückzug angetreten haben, hat Bürgermeister Krätschmer den Druck auf den jetzigen Eigentümer drastisch erhöht. Dies betrifft erforderliche Maßnahmen zur Erhaltung der baulichen Substanz und die Suche nach Investoren. Eines ist aber völlig klar: Es ist nicht Aufgabe der Stadt Wächtersbach, als Schlossherrin aufzutreten und dafür andere soziale Aufgaben wie Kindergärten, Vereine, Gemeinschaftshäuser, Bahnhof, Schwimmbad usw. hinten an zu stellen.
Verantwortliche Denkmalschutzbehörde ist nicht die Stadt, sondern das Land Hessen und der Untere Denkmalschutz im Main-Kinzig-Kreis – die Stadt hat keine. Zuständigkeiten sind den Linken wohl egal, auch die Gesetze eines Rechtsstaats. Wenn die Linken meinen, sie könnten es besser, warum belassen sie es nur bei populistischen Presseerklärungen? Sie sind doch als Fraktion im Kreistag und Landtag vertreten. Niemand hindert sie daran, entsprechende Anträge im Kreistag und im Hessischen Landtag zu stellen.