Viel Nebel und Ahnungslosigkeit bei CDU-Wächtersbach

CDU–Antrag zum Wiesenfriedhof nicht durchführbar
Auffällig bei allen CDU–Anträgen im Stadtparlament aus der letzten Zeit ist der große Unterschied zwischen dem Beantragten und dem, was in der Presse wiedergegeben wird. Hier ist festzustellen, dass dies niemals übereinstimmend ist, so auch in diesem Falle. In der Presse die Schlagzeile aufgemacht: „Michael Creß kann sich Umgestaltung des Friedhofes an der Kirche vorstellen“. Ferner wird erklärt, dass ein Wiesenfriedhof die Möglichkeit gäbe, landschaftsgärtnerisch tätig zu werden und diesen Teilbereich friedhofsparkähnlich zu gestalten. „Wir halten es auch für denkbar, den jetzigen alten Friedhof an der evangelischen Kirche entsprechend umzugestalten“, so das wörtliche Zitat des CDU-Fraktionsvorsitzenden. Ganz anders liest sich der tatsächliche CDU-Antrag, der ebenfalls von dem Fraktionsvorsitzenden Michael Creß unterzeichnet ist. Hierin sind keinerlei Aussagen über den Friedhof an der evangelischen Kirche gemacht.

Wie immer viel Effekthascherei, ohne von der Sache selbst ein Mindestmaß an Ahnung zu besitzen. Es wäre deshalb hilfreich gewesen, sich vorab über die rechtliche und tatsächliche Situation auf dem alten Friedhof an der evangelischen Kirche zu informieren, z.B. über tatsächliche Nutzungszeiten, tatsächliche Belegungen, um zu erkennen, ob auf diesem Friedhof überhaupt ein entsprechendes Platzangebot für einen parkähnlich angelegten Friedhof realistisch ist.

„Es ist leicht, Anträge im Stadtparlament einzubringen, ohne konkrete Aussagen zu machen“, so Ortsvorsteher Wilfried Wilhelm. „Ich möchte zu diesem Punkt schon genau von der CDU – Fraktion wissen, wo dieser Wiesenfriedhof jetzt eigentlich entstehen soll, auf dem alten Friedhof an der Kirche oder auf dem neuen Friedhof, wo und wie dieser Wiesenfriedhof angelegt werden soll, selbstverständlich auch Antworten zur Kostenfrage“, so Wilhelm weiter.

„Auch ein Wiesenfriedhof bedarf der ganzjährigen Pflege; die hierbei entstehenden Kosten sind allein von der Stadt Wächtersbach zu tragen“, so der SPD – Fraktionsvorsitzende Thomas Wagner. Es sei deshalb falsch, von einem geringeren Aufwand zu sprechen.

Auch er fordert, dass in Beratungen und anhand von Plänen die CDU – Fraktion ihren Antrag zu konkretisieren hat, wie und wo die Gestaltung eines solchen Wiesenfriedhofes möglich ist. „Auch“, so Wagner weiter, „müssen Zahlen auf den Tisch gelegt werden“.

„Das Thema allein auf den Wiesenfriedhof zu beschränken, in der von der CDU angegangenen ahnungslosen Art und Weise, wäre falsch“, so Thomas Wagner weiter im Hinblick auf die bevorstehenden Beratungen zu dem von der CDU – eingebrachten Antrag.
„Es sind alle eventuell möglichen, tatsächlich realisierbaren und finanzierbaren Möglichkeiten der Bestattungskulturen in die Prüfung einzubeziehen. Dies natürlich und selbstverständlich zusammen mit den beiden Kirchengemeinden“.